Block (DE)

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Für eine Beschreibung, wie man einen neuen Block beantragen kann, siehe folgenden Link: Block_(Create_Change_Request).


Ein Block ist eine Untergruppe von Merkmalen innerhalb einer Applikationsklasse. Falls alle Merkmale eines Typs mit der gleichen Wichtigkeit auf einer einzelnen Ebene angebracht wurden, wird die Auflistung umso unverständlicher je mehr neue Merkmale hinzugefügt werden. Übersichtlichkeit kann durch eine Klassifizierung der Merkmale in Untergruppen erfolgen, welche durch ihre Merkmale beschrieben werden. Diese Untergruppen werden Blöcke (der Merkmale) genannt. Jeder Block an Merkmalen hat einen Namen und eine Definiton nach IEC 61360 Part 2 ed1 / ISO13584-42 ed1 für Merkmale. Blöcke sind in ähnlicherweise wie Merkmale aufgebaut.

Ein Block - im Gegensatz zum ähnlichen Konzept der Aspekte - beschreibt Charakteristika des Produkts selbst.

Ein Block an Merkmalen besteht aus einem oder mehreren Merkmalen und beschreibt eine Abstraktion einer Eigenschaft eines Objekts oder Teile eines zusammengesetzten Objekts. Dieser kann andere Blöcke von Merkmalen beinhalten, die benötigt werden. Auf dem niedrigsten Level werden nur noch Merkmale enthalten sein.


Referenzmerkmal

Falls Unterblöcke existieren, dient ein Referenzmerkmal in einem Block höheren Niveaus für den Zugriff auf den entsprechenden Unterblock und zur Festlegung des Ortes, wo der Unterblock eingeführt werden soll. Das Merkmal mit Datentyp “class_instance_type” des (IEC 61360 Part 2 ed1) / (ISO13584-42 ed1) spiegelt das Referenzmerkmal wider.

BEISPIEL: das Merkmal "Umweltbedingungen" ist vom Typ “class_instance_type” , welches ein Konzept darstellt, indem es auf eine Klasse ("Block" von Merkmalen): “Environmental Temperature min.”, “Environmental Temperature max.”, “Rel. Humidity min.”, “Rel. Humidity max.” verweist. Siehe folgende Darstellung:

BlockExample.jpg

Kardinalität

Kardinalität besagt, dass man zur Strukturierung der Merkmale einer Klasse (siehe Implementierungshandbuch Abschnitt 2.3), neben den Blöcken auch mithilfe der sogenannten Kardinalität arbeiten kann. Mit „Kardinalität“ definiert man die Eigenschaft, einen Block dynamisch im Rahmen der zu pflegenden Merkmalswerte zu vervielfachen.

In unserem Beispiel „Auto“ könnte man die Kardinalität bei der Beschreibung der Türen einsetzen. Die Türen werden zum Beispiel mit den Merkmalen Farbe, Türart und elektrischer Fensterheber beschrieben. Diese Merkmale sind in einem Block „Türmerkmale“ zusammengefasst und können über das Referenzmerkmal „Anzahl der Türen“ beliebig oft aufgerufen werden. Wenn wir einen 3-Türer beschreiben wollen, müsste man beim Referenzmerkmal „Anzahl der Türen“ auf „3“. Der Block „Türmerkmale“ wird somit 3-mal aufgerufen.

Die Merkmale werden also wie folgt ausgefüllt:

IG5.jpg

Im Kontext der Beschreibung von Daten ist die Kardinalität also ein Mittel zur Festlegung der Anzahl von gleichen Blöcken.

Polymorphismus

Polymorphismus impliziert, dass der Inhalt eines Blockes innerhalb einer Klasse nicht belegt ist, aber dass nach einer Zuweisung von Werten zu den Attributen dynamisch festgelegt ist, welcher Blockinhalt tatsächlich gebraucht wird (nur in diesem Zeitpunkt wird datentechnisch festgelegt, welcher Block aus einer Vielzahl von Blöcken ausgewählt wird).

Polymorphismus erlaubt die Auswahl eines speziellen Blocks an Merkmalen aus einer Ansammlung von verfügbaren Blöcken, die Varianten eines bestimmten Objektes beschreiben. Der Block wird anhand einer Werteliste in “polymorphism control property” ausgewählt. Das Polymorphismus Kontrollmerkmal ist Teil eines allgemeineren Blocks, der die gleiche Sache beschreibt. Wie man Change Requests für Polymorphismus erstellt wird hier genauer beschrieben.

BEISPIEL: in der folgenden Abbildung beschreibt der Block "Output" die Signale, die durch die Übertragungseinrichtung der gemessenen Werte geliefert werden, wie z.B. ein Bildschirm, ein Kontrollsystem oder andere Teile von Regeleinrichtungen.


BlockExamplePolymorphismII.jpg


Der Output wird durch Zuweisung eines Wertes zum Kontrollmerkmal im "Output Typ" Block ausgewählt. Der ausgewählte Block wird dann in der Liste von Merkmalen instanziiert. Die Merkmale werden dann konfiguriert. Das Kontrollmerkmal erscheint nicht in der elektronischen Spezifikation, wird aber durch den ausgewählten Blocknamen des Wertes ersetzt.

In unserem Besipiel "Auto" könnte man Polymorphismus benutzen um verschiedene Arten von Türen zu beschreiben. Die Attribute für die Fahrertür unterscheiden sich im Vergleich zu den Attributen der Hecklappe. Beispielsweise könnte die Fahrertür die Merkmale elektrischer Hebelantrieb, automatische Sperre, Lautsprecher usw. besitzen, wohingegen die Hecklappe eher Merkmale wie verfügbare Scheibenwischer, beheizbare Heckscheibe usw. besitzen würde.

IG6 en.JPG

Im Beispiel "Reifen" der Klasse "Auto", wird man sehen, dass Attribute für einen Reifen mit Doppelbereifung etwas anders sein werden als Reifen mit Einzelbereifung. Hieraus ergibt sich ein "Mehrfacher Polymorphismus".

Element - Struktur (Block)

Für Blöcke gelten die selben Regeln wie für Klassifikationsklassen.


Change Request

Wie kann man eine Änderung an einem Block im eCl@ss ContentDevelopmentPortal beantragen?

siehe dazu bitte folgende Seite:

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